Was tun?

20.8.2020

Corona und kein Ende. Man mag vom Virus und der Pandemie nichts mehr hören und bleibt doch mittendrin im Geschehen. Bei den Infektionszahlen geht es hoch und runter – okay, weltweit tendenziell eher hoch. Bekommen/haben wir eine zweite Welle in Deutschland? Ist der Maskenball irgendwann zu Ende? Bleibt die Veranstaltungswirtschaft für immer auf dem Zug nach Nirgendwo? Und was müssen wir eigentlich von der Diskussion für und gegen Events wie „Give Live A Chance“, dem geplanten Großkonzert in Düsseldorf, halten?

Machen wir uns doch besser nichts vor: In der zweiten Welle sind wir bereits angekommen. Aber mit anderen Folgen als befürchtet, denn diese – bisher zumindest – lokalen Ereignisse lassen sich im Gegensatz zur Situation im März wohl beherrschen. Masken, Social Distancing und Nachverfolgung der Infektionen spielen hier die entscheidende Rolle und werden uns weiter begleiten. Die Pandemie-Entwicklung sieht in anderen Teilen der Welt durchaus anders aus, wofür es unterschiedliche Gründe geben mag. Ignoranz und persönliche Fehleinschätzungen dürften die wichtigsten sein.

Was bedeutet das für die Veranstaltungswirtschaft? Hier steht ein Neustart an – zurück zur „alten“ Realität wird es so schnell nicht gehen. Selbst wenn der russische Impfstoff funktioniert (oder irgendwann der englische, deutsche, chinesische, amerikanische . . .), vergeht mit Sicherheit noch einige Zeit, bis genügend Impfstoff zur Verfügung steht, um auch die Besucher von Präsentationen, Messen und Shows schützen zu können. Den großen Bäng und alles ist wieder gut, wird es nicht geben. Die Veranstaltungswirtschaft muss step by step starten – mit bescheidenen Mitteln und ebenso bescheidenen Ergebnissen (siehe dazu auch das Interview mit Nadja Kahn im letzten BlachReport). Was das für Vermieter von Locations oder die Lieferanten von Eventausstattung und -technik bedeuten wird, kann ich nicht beurteilen. Das ist komplex. Dennoch lehne ich mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, um schon jetzt die eine oder andere fatale Entwicklung zu prognostizieren. Wohl dem, der keine hohen Verbindlichkeiten hat . . .

Ein kleiner Mutmacher zum Schluss: Kleinere Veranstaltungen finden wieder statt, und es gibt viele kreative Ideen, wie sich Veranstaltungen mit einer reduzierten Teilnehmerzahl durchführen lassen beziehungsweise wie die Gäste geschützt werden können. Zu diesen „Mutmachern“ zählt auch die geplante „Großveranstaltung“ in einer nur teilweise belegten Halle in Düsseldorf – ein Vorhaben, dass nicht nur viel Applaus, sondern auch viel Kritik bekam. Warum sollte „Give Live A Chance“ nicht stattfinden? Weil Söder, Spahn und Konsorten aus politischen Gründen dagegen sind? Oder gibt es sachliche Gründe, wenn es eine Festlegung der Rahmenbedingungen gibt und die Veranstaltung auf dieser Basis genehmigt ist und so durchgeführt wird?

Ich ziehe den Hut vor so viel Mut des Veranstalters Marek Lieberberg. Und freue mich auf weitere Erfolgsmeldungen dieser Art. Das können wir jetzt brauchen.

Herzlichst

Ihr Peter Blach

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