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BlachReport befragt beon CEO Dario Regattieri

16.8.2019

 

Das Unternehmen beon. Worldwide mit Stammsitz im südspanischen Sevilla zählt zu den Abräumern der diesjährigen Awardzeremonie bei der Eventoplus Gala in Madrid. Unter anderem konnte beon den Grand Jury Award in Empfang nehmen. Wir haben – nicht nur – darüber mit beon CEO Dario Regattieri gesprochen.

BlachReport: Herzliche Glückwünsche zu den vielen Auszeichnungen bei der Veranstaltung in Madrid. Wofür wurden Sie ausgezeichnet?

Dario Regattieri: Wir konnten beim Eventoplus Award Auszeichnungen für fünf unserer Projekte erreichen. Die ‚Oriflame CIS Gold Conference‘ wurde mit Gold in der Kategorie Motivationsevents und mit Silber für die ‚Beste Show‘ ausgezeichnet. Dabei handelte es sich um ein Veranstaltung, an der an fünf Tagen in Madrid rund 1.200 Berater des schwedischen Unternehmens für Beauty Produkte teilnahmen – inklusive Tagung, Incentivierungen, einer 360-Grad-Projektionsshow und einem Galadinner. Und für den Event „Style Masters Award 2018“ von Revlon Professional, den wir gemeinsam mit Abile Corporate Events realisierte, bekamen wir ‚Gold‘ in gleich drei Kategorien: ‚Beste Unterhaltung oder Show‘, ‚Beste technische Ausstattung‘ und ‚Beste Konferenz‘. An dieser Veranstaltung, die am 4. Juni 2018 in Barcelona stattfand, nahmen 4.000 Besucher teil, die die weltbesten Stylisten, die Premiere der Kollektionen der nächsten Saison, neue Produkte und Markeninnovationen erleben konnten. Der größte Erfolg für uns war dann aber der Grand Jury Award, der von einer Expertenjury aus der Branche vergeben wird. Es ist die wichtigste Auszeichnung der Zeremonie, mit der herausragende Leistungen im Bereich Veranstaltungen und Tagungen in Spanien und Portugal gewürdigt werden. Insgesamt haben wir in den letzten Jahren mehr als 200 internationale Auszeichnungen für unsere Arbeit bekommen, auf die wir sehr stolz sind.

BlachReport: Wo kommt beon her?

Dario Regattieri: Ich komme aus der Schweiz und mein Partner Jaime Sanchez aus Belgien. Unser Start erfolgte vor rund 18 Jahren als Incoming-Agentur in Spanien. Zu den ersten Auftraggebern zählten Oriflame, BMW und MSD. Heute befindet sich unser Headquarter in Sevilla. Weitere Büros betreiben wir in Madrid, Barcelona, Malaga, Santander und Merida in Spanien. Dazu kommen Niederlassungen in Rom, Lissabon , Paris und – noch ganz neu – in Miami. In Marokko sind wir über eine Kooperation ebenfalls präsent. Mittlerweile beschäftigen wir an den unterschiedlichen Standorten rund 400 Mitarbeiter.

BlachReport: Auf der Landkarte fehlt noch ein Büro in Deutschland . . .

Dario Regattieri: Das ist richtig. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit deutschen Agenturen und haben zusammen viele Awards gewonnen. Einige deutsche Agenturen haben bereits in Spanien weitere Büros eröffnet. Vielleicht gibt es irgendwann ein beon Büro in Deutschland. Zunächst wollen wir uns aber in den USA engagieren.

BlachReport: Sie kommen aus dem Incoming-Bereich. Ist das heute noch ein Schwerpunkt bei Ihnen?

Dario Regattieri: Nein. Mir war nach dem Start sehr schnell klar, dass eine klassische Dienstleistung als DMC nicht ausreichend sein würde und für mich die Diversifikation in unterschiedliche Leistungsbereiche der richtige Weg zur weiteren Entwicklung ist. Deswegen haben wir früh in die technische Ausstattung investiert und betreiben heute ein Warehouse mit rund 13.000 Quadratmetern Lagerfläche in Sevilla. Abgedeckt werden alle Bereiche inklusive Beschallung, Beleuchtung, Bühnenbau, Trussing und Video. Ein weiterer Schwerpunkt ist bei uns der Messebau, zu dem auch eine kleine Druckerei gehört. Uns ist wichtig, dass wir einen Kunden und sein Projekt komplett und autark betreuen können – entweder allein oder mit Kooperationspartnern. Darum haben wir für uns ein eigenes Ökosystem geschaffen, mit dem wir eine 360-Grad-Betreuung leisten können. Heute trägt der Bereich Produktion rund 50 Prozent zu unserem Umsatz bei. Ein ganz wichtiger Bereich ist für uns ist die Technologie. Wir haben einen eigenen Showroom, wo wir den sinnvollen Einsatz von AR und VR unseren Kunden direkt zeigen können.

BlachReport: Wo kommt der Rest her?

Dario Regattieri: Unser Leistungsportfolio umfasst außerdem die Segmente klassische Werbung und Kommunikation.

BlachReport: Für welche Kunden arbeiten sie?

Dario Regattieri: Wir arbeiten sowohl für nationale und internationale Unternehmen als auch für ihre Agenturen. Ungefähr 30 Prozent unseres Umsatzes machen wir derzeit außerhalb von Spanien. Anfragen kommen oft aus dem Produktionsbereich. Sie entwickeln sich beispielsweise von der Gestaltung und den Bau eines Messestandes zu einer Gesamtkommunikation. Wir freuen uns aber über die Beauftragung von Teilleistungen ebenso wie für ein komplettes Projekt.

BlachReport: Sie positionieren sich als Full-Service-Dienstleister und setzen auf Diversifikation. Warum?

Dario Regattieri: Die Veranstaltungsbranche verändert sich kontinuierlich. Immer weitere Leistungsbereiche sind in den letzten Jahren dazugekommen. Insbesondere die globale Entwicklung im Event-Business ist momentan aber schwer einzuschätzen. Wir setzen immer mehr auf Produktion. Der Wachstum von Kreativ- und Event Agenturen ist viel größer als von Produktionsfirmen, die diese Kreativität sicher umsetzen können. Was sich weniger stark veränderte, sind die Honorare, die an Agenturen gezahlt wurden – und werden. Das reicht oft für ein gutes Auskommen, verhindert aber ein gesundes Wachstum. Wir haben uns ein anderes Ziel gesetzt und setzen auf dem Weg dorthin gern auf Kooperation, um die Wachstumsrisiken für uns zu mindern.

BlachReport: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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