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Gruppenlösung

24.10.2018

Omnicom hat die Experiential Group gegründet und damit einen Verbund mehrerer Agenturen für die Livekommunikation innerhalb des eigenen Netzwerks entstehen lassen. Idee dabei ist es, für weltweit agierende Unternehmen eine funktionsfähige Lösung in diesem Segment zu bieten. Gruppenmitglieder sind Auditoire, GMR Marketing, Luxury Makers, TRO und DO IT! – einzige deutsche Agentur in dieser Gruppe. Die Omnicom Experiential Group unterhält ein Netzwerk mit 29 Niederlassungen in 16 Ländern, in denen 1.600 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Das ist eine schlaue Vorgehensweise, denn der Markt für Livekommunikation wird sich in den nächsten Jahren ohnehin mit globalen Lösungen beschäftigen müssen. Unternehmen mit weltweiter Ausrichtung klagen immer häufiger über kleinteilige Lösungen, die zwar individuelle Anpassungen an lokale Märkte ermöglichen, grenz- oder gar kontinentübergreifend aber eher hinderlich sind. Hier fehlen für die ganz großen Projekte und Kampagnen dann mitunter doch die funktionsfähigen Schnittstellen zwischen den involvierten Agenturdienstleistern. Reibungsverluste sind vorprogrammiert.

Nun ist die Omnicom mit ihrer Experiential Group innerhalb der großen Universal-Netzwerke zwar vorgeprescht, allein auf weiter Flur ist das Unternehmen trotzdem nicht. IBM lässt sich beispielsweise seit vielen Jahren von George P. Johnson betreuen, und auch die Vok Dams Gruppe – zwar deutlich kleiner als die Mega-Netzwerke, aber dafür spezialisiert – oder andere Player wie Avantgarde sind auf dem internationalen Parkett bereits unterwegs und können teilweise Niederlassungen fast überall auf dem Globus bieten.

Da sich die Kommunikations-Networks untereinander beobachten und belauern, werden sie die Erfahrungen, die Omnicom mit der neuen Gruppenlösung macht, sicherlich bewerten und entsprechende Schlüsse ziehen. Fast jedes Netzwerk hat ja ohnehin schon sein eigenes Angebot für Experiential Marketing und wird kurzfristig aufrüsten wollen, wenn sich die gewünschten Erfolge für die Omnicom Experiential Group einstellen. Was nicht einfach sein dürfte, denn ganz viele Möglichkeiten für schnelle Zukäufe gibt es nicht und ein organisches Wachstum dauert zu lange.

Colja Dams von der Vok Dams Gruppe sprach neulich davon, dass nahezu jeden Monat eines der großen Netzwerke bei ihm anklopft und über eine wie auch immer geartete Kooperation oder Fusion sprechen will. Das dürfte in Zukunft noch häufiger passieren.

Herzlichst

Ihr Peter Blach

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