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Medien statt Räume?

21.6.2018

Das Research Institute for Exhibition and Live-Communication in Chemnitz unter Leitung von Prof. Dr. Cornelia Zanger hat eine Studie zum Thema Exhibition Design vorgestellt. Inhaltlich geht es um die Gestaltung von Räumen in Verbindung mit Aspekten der Kommunikation und neuen Informationstechnologien als Bestandteil von Integrated Brand Experiences.

„Mediatektur statt Architektur“ lautet eine zentrale Erkenntnis der Veröffentlichung und meint die mediale Inszenierung von Räumen, Formen und Informationen. Sie steht an der Schnittstelle zwischen Raum und Technologie und fokussiert den Einsatz multimedialer Werkzeuge.

Das scheint nicht nur ein interessanter Ansatz zu sein, sondern wird sogar als übergreifender Trend der nächsten Jahre für das Exhibition Design beschrieben und lässt sich wahrscheinlich ohne große Änderungen auf das Event Design übertragen. Zitat: „Die Einbindung digitaler und virtueller Technologien in Raum und Architektur markiert dabei das zentrale Thema und wird den Charakter von Messen künftig stark beeinflussen. Das bedeutet jedoch auch, Erleben, Informationen und deren Vermittlung sowie Interaktionen und Begegnungen völlig neu zu interpretieren.“

Die Studie weist darauf hin, dass diese Entwicklung auf Messen momentan vielleicht noch von Virtual-Reality-Anwendungen geprägt ist, deren Möglichkeiten aber bestenfalls zum Einstieg taugen. Umgang und Integration digitaler Technologien stehen erst am Anfang. Vielleicht fehlen auch noch schlaue Ideen, um sie zielführend für die Erreichung von Kommunikationszielen zu nutzen. Weiterhin darf dabei die Bedeutung der persönlichen Kommunikation nicht vernachlässigt werden. Gerade mit zunehmender Digitalisierung gewinnen zwischenmenschliche Werte an Bedeutung.

Unterm Strich bietet der Ansatz „Mediatektur statt Architektur“ viele Möglichkeiten, den Einsatz von Spanplatten, Spaxschrauben, Farben und Folien für die klassische Raumgestaltung gründlich zu überdenken und sich mit den vielen neuen technischen Angeboten zu beschäftigen, die uns die Digitalisierung in den letzten Jahren beschert hat.

 

Herzlichst

Ihr Peter Blach

 

P.S.: Die komplette Studie kann unter http://rifel-institut.de/forschung/bereiche heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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