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Digitalisierung und Automation von Prozessen im Eventmanagement

3.4.2018

doo aus München hat die Digitalisierung und die Automation von Prozessen im Eventmanagement zur Formel erhoben. Die doo-Plattform ist als ganzheitlich gedachte Software-Lösung angelegt und integriert alle notwendigen Elemente für die Veranstaltungsorganisation. Datengestütztes Eventmanagement bildet dabei das Grundkonstrukt der Idee. Wir haben uns mit Dr. Michael Liebmann, gemeinsam mit Christoph Sedlmeir doo-Gründer und Geschäftsführer, über diesen Ansatz unterhalten.

 

BlachReport: Herr Dr. Liebmann, wie kam es zur Gründung von doo?

Dr. Michael Liebmann: Christoph Sedlmeir und ich waren früher im Consulting-Bereich tätig. Und vor dem Hintergrund der stark steigenden Bedeutung und Komplexität der Digitalisierung haben wir bei der Projektarbeit festgestellt, dass die Event-Branche in diesem Bereich großen Nachholbedarf hat. Besonders bei der Automation von Prozessen hat da einfach noch viel gefehlt. Naturgemäß sind zum damaligen Zeitpunkt Agenturen aus dem Segment Digital Marketing weitaus fortschrittlicher gewesen.

 

BlachReport: Und die doo-Software Lösung wurde auf dieses Nachholbedürfnis hin ausgerichtet?

Dr. Michael Liebmann: Ganz genau. Wir wollten alle Module einer Veranstaltungsorganisation zusammenbringen und die immer komplexer werdenden Prozesse auf einer Plattform vereinheitlichen.

 

BlachReport: Welche Elemente umfasst die Eventmanagement-Plattform?

Dr. Michael Liebmann: Das sind die klassischen Module Einladungsmanagement, Event-Marketing, Online Registrierung, aber auch Einlass und Event-Apps mit unseren Partnern. Alle Daten laufen bei doo zentral zusammen und ermöglichen mit Hilfe der Analysen von Datenpaketen unser selbstlernendes Event-CRM. Damit können wir die Elemente mit Fokus auf individuelle Teilnehmer-Präferenzen verschränken und verzahnen.

 

BlachReport: Sie deuten es gerade an, deswegen, definieren Sie bitte für uns den Unterschied zu den Wettbewerbern?

Dr. Michael Liebmann: Grundsätzlich werden heute bereits viele Daten über Teilnehmer und deren Verhalten erhoben. Diese werden aber vielfach nicht zentral verwaltet und damit auch nicht zentral ausgewertet, was einem Verlust wichtiger Informationen gleichkommt – denken Sie an die vielen Excel-Listen. Und da setzen wir mit unserem Event-CRM oder eben auch datengestütztem Eventmanagement-Konzept an. Wir erheben hunderttausende Datenpunkte bei jeder Veranstaltung und blicken damit auf die gesamte Teilnehmerreise bei einem Event. Das macht es möglich, eine hochgradig skalierbare und damit auch stark individualisierbare Lösung für unsere Kunden zu generieren. Der Begriff Teilnehmerreise ist für uns ein Daten-Diamant, der durch unsere Analysekapazitäten geschliffen wird.

 

BlachReport: Das hört sich nach Datensammelwut an…

Dr. Michael Liebmann: Definitiv nicht. Wir erheben nicht mehr Daten als normal, wir betrachten sie aber intensiv und bringen das elegant zusammen. Das ist der Unterschied.

 

BlachReport: In wie weit wird die Personalisierung mit Ihrem Ansatz vorangetrieben?

Dr. Michael Liebmann: Sehr stark. Und das ist auch ein zentraler Punkt bei uns. Ich kann ein Angebot schließlich nur dann individuell zuschneiden, wenn ich die Teilnehmer kenne und verstehe. Das wird durch unsere Datenerhebung und Analysetätigkeit gewährleistet. Schlussendlich wird diese Personalisierung eben genau deswegen auch durch die Digitalisierung bevorteilt.

 

BlachReport: Wie durchblicken Sie die ganzen Datensätze und extrahieren daraus individuelle Präferenzen?

Dr. Michael Liebmann:  Wir modellieren die Daten anhand der kompletten Teilnehmerreise und strukturieren unsere Lösung dann nach den Ergebnissen der Analyse von genau drei Datenpunkten pro Person. Damit filtern wir die Essenz, das für einen Veranstalter Wichtige, heraus und senken damit beispielsweise die No-Show-Rate  essentiell oder steigern den Event-RoI. Teilnehmerverhalten beobachten und daraus den Handlungsbedarf ableiten ist hier der Schlüssel.

 

BlachReport: Diese Datenpunkte sind welche?

Dr. Michael Liebmann: Das sind Fragen, deren Beantwortung eine große Prozessoptimierung bedeutet. ‚Wer öffnet welche Einladungen mit welchen Themen, beziehungsweise kommt über welche Kanäle auf eine Veranstaltungs-Website‘, ‚Welche Antworten geben die Teilnehmer bei der Registrierung, wenn nach Position, Interesse und Budget gefragt wird‘ und ‚Welche Teilnehmer kommen zur Veranstaltung, welche bleiben bis zum Ende und welche sind No-Shows‘ – wenn diese Fragen beantwortet werden können, kommt ein Veranstalter schon sehr weit.

 

BlachReport: doo verzahnt sein Produkt mit Innovationen weiterer Unternehmen. Worum geht’s dabei?

Dr. Michael Liebmann: Wir haben einige Kooperationspartner, deren Technologie passgenau für uns ist. Wie beispielsweise die fastlane GmbH, die uns als Hardware-Anbieter im Bereich Einlassmanagement unterstützt. Mit diesem Partner haben wir auch erst kürzlich ein innovatives Projekt zur Reife gebracht. Unsere integrativen Algorithmen gepaart mit der biometrischen Hardware von fastlane machen eine Gesichtserkennung beim Veranstaltungseinlass möglich. Das ist besonders für Events interessant, die nach einem hohen Sicherheitslevel verlangen. Außerdem ist das System auch gut geeignet, wenn es am Einlass schnell gehen muss oder viele Personen auf einmal durchgeleitet werden sollen. Das funktioniert super und ist meiner Ansicht nach die Zukunft an dieser Stelle.

 

BlachReport: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Dr. Michael Liebmann (Foto: doo)

 

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