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Drei INA Gewinner über Motivation, Chancen und die nächsten Herausforderungen im BlachReport 3-2018

7.2.2018

 

INA Gewinner 2018: Jannick Splitthoff, Katharina Westbrock und Bouya Kiangani Ndombasi (von links, Foto: Wachenfeld)

 

Der INA, Internationaler Nachwuchs Event Award des Studieninstituts für Kommunikation, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiern kann, verabschiedet sich nach 13 erfolgreichen Jahren und macht Platz für ein neues Format: das International Festival of Brand Experience. Der BlachReport wollte von den letzten drei INA Gewinnern erfahren, warum sie am INA teilnahmen, wie ein Nachwuchswettbewerb ihre Karriere beflügelt und was sie für ihre Karriere planen.

Der INA Gild 2018 ging an Jannick Splitthoff (25) aus Solingen. Er ist im Projekt Management bei der Agentur jaeger+haeckerhase in Düsseldorf tätig. INA Silber ging an den Freelancer Bouya Kiangani Ndombasi (24) aus München. Er kommt aus Angola, ist in Berlin großgeworden und fühlt sich seit fünf Jahren in der Eventwelt zuhause. INA Bronze konnte Katharina Westbrock (24) aus Rastede mit nach Hause nehmen. Sie ist Junior-Projektleiterin bei Pommerel Live-Marketing.

 

BlachReport: Frage: Was hat Euch zur Teilnahme am INA motiviert?

Jannick Splitthoff: Ein Arbeitskollege und Freund hat mich darauf hingewiesen, dass es den Wettbewerb gibt, und die gesamte Mannschaft von jaeger+haeckerhase hat mich zur Teilnahme motiviert. Es hat sich gelohnt.

Bouya Kiangani Ndombasi: Bei meiner ersten Teilnahme an einem Nachwuchswettbewerb überhaupt motivierte mich am meisten, die neue Herausforderung und Aufgabe anzunehmen.

Katharina Westbrock: Auch ich wollte mich einer neuen Herausforderung stellen und ganz eigenständig Ideen entwickeln und sie zu einem Konzept formen. Schade, dass es den INA Award nicht mehr gibt. Ich bin gespannt, welches Format die Brand Ex nun für Nachwuchstalente entwickeln wird.

 

BlachReport: Als Wettbewerbsaufgabe stand der Sport ‚Kiteboarding‘ im Mittelpunkt, erdacht von der Agentur Stagg & Friends in Zusammenarbeit mit North Kiteboarding. Mit dem Aufruf ,Fill your life with adventures, not things. Have stories to tell not stuff to show‘ sollten die Teilnehmer ‚eine unverwechselbare Marken- und Produkt-Experience kreieren, welche die Faszination für Kiteboarding weckt und Begierde für die Produkte des Marktführers North Kiteboarding schafft.‘ Warum hat Euch gerade diese Aufgabe angesprochen?

Jannick Splitthoff: Weil es eine Herausforderung war, denn ich war weder mit Kiteboarden, noch mit der Planung und Kalkulation einer internationalen Roadshow bis dato vertraut. Hinzu kam, dass die Unterlagen sehr professionell und komplett angefertigt waren und sehr schnell deutlich wurde, dass diese Aufgabe unter realen Bedingungen gestellt und bewertet wird. Das hat mich überzeugt.

Bouya Kiangani Ndombasi: Das gilt auch für mich. Denn es ist die gleiche Einstellung, die ich für meinen Karriereweg sowie für mein Leben verfolge.

Katharina Westbrock: Mir ging es ebenso. Dieser Aufruf spiegelte den Lifestyle von North Kiteboarding wieder. Ein emotionales Produkt und eine spannende Herausforderung, mal weit weg vom Strand die Faszination für den Sport zu wecken.

Jannick Splitthoff: Außerdem trifft der Aufruf den aktuellen Zeitgeist. Bereits seit einigen Jahren ist es fast schon Standard, mit einer Kampagne ein emotionales Erlebnis zu bieten und unvergessliche sowie nachhaltige Momente zu kreieren. Ich mag diesen Trend sehr und konnte mein Konzept daher einfach darauf ausrichten.

 

BlachReport: Was bedeutet der INA Award-Gewinn für Euch persönlich?

Bouya Kiangani Ndombasi: Für mich ist es ein Schritt nach vorn und bot Gelegenheit, noch weiter aus mir rauszukommen und Unerkundetes zu entdecken.

Katharina Westbrock: Ich freue mich riesig darüber, dass meine Ideen so gut angekommen sind und ich die Chance hatte, mich in der Branche zu präsentieren. Vorab habe ich mit mir gehadert, ob die Konzeption mir liegt. Mittlerweile weiß ich, dass ich weiterhin so kreativ arbeiten möchte.

Jannick Splitthoff: Es gibt mir unglaublich viel Bestätigung, dass ich das, was ich liebe, auch gut mache, und den richtigen Weg eingeschlagen habe. Hinzu kommt: Meine Eltern sind beziehungsweise waren beide erfolgreich in der Eventbranche tätig. Daher ist es für mich persönlich eine Herausforderung, große Fußstapfen füllen zu können.

 

BlachReport: Hat sich schon etwas für euch seit der Preisverleihung getan oder verändert?

Jannick Splitthoff: Mein Netzwerk ist seit dem Award-Gewinn rapide gewachsen und das Interesse an meiner Person ist definitiv gestiegen. Hoffentlich nachhaltig . . .

Katharina Westbrock: Ich habe sehr viel positives Feedback von Freunden und Bekannten bekommen. Es ist schon verrückt, wie viel Aufmerksamkeit mir selbst mit dem dritten Platz zuteil wurde.

Bouya Kiangani Ndombasi: Über das große mediale Feedback und die Glückwünsche sowie eine schöne Aufmerksamkeit meiner ehemaligen Agentur East End Communications habe ich mich sehr gefreut. Und aus Südafrika hat sogar die Agentur Terra Nova (DMC) gratuliert.

BlachReport: Findet Ihr Nachwuchspreise „karrierefördernd“? Wie haben Chefs und Kollegen reagiert?

Jannick Splitthoff: Meine Chefs und Kollegen haben mit mir gefeiert, als hätten wir diesen Award gemeinsam gewonnen. Das haben wir indirekt auch, denn ohne die Lektionen, die ich in meinem ersten Jahr bei jaeger + haeckerhase bekam, hätte mein Konzept sicherlich nicht gewonnen. Ich bin davon überzeugt, dass ein solcher Nachwuchspreis eine ausgezeichnete Plattform für junge, talentierte Projektleiter in Marketing und Event bietet.

Katharina Westbrock: Nachwuchspreise können auf jeden Fall karrierefördernd sein. Es ist eine tolle Auszeichnung für die eigene Arbeit, und es unterstreicht das persönliche Engagement. Reinhard und Anja Pommerel, die Geschäftsführer bei Pommerel Live-Marketing, haben mich ermutigt, am INA Award teilzunehmen, und auch meine KollegInnen haben mich sehr unterstützt. Eine solche Auszeichnung wird meine berufliche Zukunft sicherlich prägen.

Bouya Kiangani Ndombasi: Dieser Award war für mich persönlich sehr wichtig. Und es bringt viel Positives mit sich, einen solchen Award im Lebenslauf zu haben.

 

BlachReport: Wie seid Ihr zur Veranstaltungsbranche gekommen?

Bouya Kiangani Ndombasi: Da ich durch meine selbstständige Tätigkeit als Model, Koordinator und Choreograph schon seit mehreren Jahren auf der Bühne stehe, hat mich diese Branche relativ früh gefesselt . . .

Jannick Splitthoff: Bereits während der Schulzeit bin ich über Abiparties in die lokale Clubszene involviert worden. Parallel zum Studium wurden aus diesem Hobby eine Leidenschaft und ein Geschäft. Insgesamt sechs Jahre lang habe ich selbstständig Veranstaltungen mit Fokus auf elektronische Musik im Bergischen Land ausgetragen. Über ein Praktikum im Düsseldorf Congress Sport & Event kam ich zum ersten Mal in Berührung mit der Corporate Event Branche und schließlich zu jaeger + haeckerhase, wo ich mich verdammt wohlfühle!

Katharina Westbrock: Direkt nach dem Abi habe ich mich gefragt, was mir liegen könnte und wo meine Stärken sind. Ich habe mich dann für ein Betriebswirtschafts- und Managementstudium entschieden, bei dem ich die Schwerpunkte Business Events und Marketing hinzuwählen konnte. Die Hochschule bietet viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren und auch die Professoren gaben uns die ersten Zugänge zur Branche.

 

BlachReport: Warum habt ihr Euch beruflich für die Eventbranche entschieden? Was fasziniert Euch an diesem Beruf?

Jannick Splitthoff: Pure Leidenschaft.

Bouya Kiangani Ndombasi: Da schließe ich mich an. Die Leidenschaft zur Einzigartigkeit jeder Veranstaltung hat mich gepackt. Dementsprechend ist das Interesse, die Branche aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, stetig gewachsen. Die Entscheidung, mich der Veranstaltungsbranche zu widmen, fiel daher nicht schwer.

Katharina Westbrock: Ich kann mir kaum einen abwechslungsreicheren Job vorstellen, bei dem ich mich zudem so kreativ ausleben darf. Mich faszinieren gute und innovative Ideen, um mit Menschen zu kommunizieren und Geschichten zu erzählen. Dabei ist mir besonders wichtig, den Kunden zu verstehen, seine Bedürfnisse herauszufiltern und mit den gegebenen Möglichkeiten clever zu jonglieren.

 

BlachReport: Was wäre die Alternative zu Eurer jetzigen Tätigkeit?

Bouya Kiangani Ndombasi: Meine selbstständige Arbeit als Koordinator, Choreograph und Model.

Katharina Westbrock: Ich glaube, ich hätte mich als Musicaldarstellerin versucht, wäre aber wohl an meinen schauspielerischen Fähigkeiten gescheitert wäre.

Jannick Splitthoff: Mein Studiengang ‚International Business and Management‘ hatte einen Minor-Fokus auf Branding & Experience Marketing. Vermutlich wäre ich nun in diesem Sektor aktiv, hätte mich die Event Branche nicht schon völlig gepackt.

 

Frage: Wie sehen eure beruflichen Pläne für die Zukunft aus?

Jannick Splitthoff: Ich interessiere mich sehr für die Konzeption und Kreation und würde in diesem Bereich gerne aktiver werden. In Bezug auf meinen beruflichen Werdegang möchte ich mich natürlich weiter entwickeln, jedoch bin ich aktuell sehr zufrieden in meiner Position bei jaeger+haeckerhase.

Bouya Kiangani Ndombasi: Ich werde weiter als Junior Projektleiter fungieren. Die nächste Station ist für mich die südafrikanische MICE- und Tourismus-Branche, wo ich für Terra Nova drei Monate lang die Aufgaben einer DMC kennenlernen werde und hoffentlich viel Erfahrung im Ausland sammeln kann. Insgesamt bleibe ich fünf Monate in Südafrika.

Katharina Westbrock: Zunächst mal steht für mich der Schritt vom Junior- zum Projektleiter an. Mir ist es wichtig, dass ich mein kreatives Potential weiter ausbauen kann.

 

BlachReport: Bleibt Ihr dem INA Award und allen Beteiligten weiterhin verbunden?

Katharina Westbrock: Auf jeden Fall. Tommy Kaiser von North Kiteboarding hat uns eingeladen, einen Kitekurs zu machen. Wir drei Award-Gewinner haben uns bei der Verleihung so gut verstanden, dass wir den Kurs zusammen machen möchten

 

BlachReport: Dann drücken wir für die Zukunft die Daumen und wünsche eine gute Zeit.

 

 

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