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2017 im Fokus: Rückblicke im letzten BlachReport des Jahres

20.12.2017

Was passierte eigentlich im Jahr 2017, was ja bald in Rente geht? Wir haben mal in unseren Archiven gewühlt und einige Dinge gefunden, die uns im Laufe des Jahres beschäftigt haben. Los geht’s.

 

Januar: BOE legt weiter zu

Nach der gelungenen Premiere als Veranstalter der Best of Events (BOE) konnte das Team der Messe Dortmund in diesem Jahr weiter zulegen: mehr Aussteller, eine bessere Aufteilung der Plätze und die Etablierung neuer Highlights im Rahmenprogramm. Respekt – so kann es gehen.

Wer bisher noch Zweifel an der Bedeutung der Veranstaltung hatte, sah sie ausgeräumt. Die BOE hatte sich in Dortmund schon unter Leitung von Bea Nöhre gut entwickelt, stieß dann aber doch irgendwann an die organisatorischen Grenzen. Davon war jetzt nichts mehr zu spüren, die Veranstaltung schaltete wieder in den Wachstumsmodus.

Besonders erfreulich: Die Zahl der Aussteller hat in diesem Jahr erheblich zugelegt, und die Aussichten sind gut, dass sich das für 2018 weiter fortsetzt. Zudem gab es erstmals eine Gruppenbeteiligung aus dem Ausland.

Kein Licht ohne Schatten, die provisorische Eingangssituation an der Halle 5 – bedingt die durch aktuellen Umbaumaßnahmen am Messeeingang – war wenig sexy und hat man schon besser gesehen. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau und außerdem eine temporäre Erscheinung. Insofern: freuen wir uns auf die nächste BOE.

 

Februar: Eventagenturen ziehen Jahresbilanz

Wir haben uns zum Jahresbeginn bei den Agenturen umgehört und Fragen gestellt: Wie beurteilen Sie die geschäftlichen Ergebnisse von 2016 und welche Erwartungen haben Sie an die Entwicklung im Jahr 2017? Nachfolgende einige Zitate. Mal sehen, was sich davon bestätigt hat . . .

Oliver Wurch, White Label Events, Wuppertal: „Das Jahr 2016 war durchaus positiv. Wir konnten unsere wichtigen Etats halten und einige Neukunden hinzugewinnen. Ich denke, dass wir final bei einer Steigerung von circa 20 Prozent landen werden. Auch das Jahr 2017 wird ein gutes Jahr werden.

Erschreckend finde ich allerdings, dass die Agenturleistungen immer weiter von den Einkäufern gekürzt werden. Für nahezu identische Projekte, die wir vor fünf Jahren realisiert haben, bekommt man inzwischen nur noch 70 Prozent der damaligen Agenturleistung – das ist eine gefährliche Entwicklung.“

Robert Hansmann, upstairs, Seligenstadt: „Das Geschäftsjahr 2016 konnten wir erneut erfolgreich abschließen. Die Zeichen für 2017 stehen gut. Dafür konnten wir uns durch die intensive und kooperative Zusammenarbeit neben den projektverantwortlichen Ansprechpartnern auch bei den Einkaufsabteilungen unserer Kunden als starker Partner positionieren. Diese Position werden wir verfolgen und weiterhin konsequent ausbauen.

Durch die konsequente Umsetzung rechnen wir auch im angelaufenen Jahr 2017 mit steigenden Ergebnissen.“

Florian Zibert, Zibert+Friends, München: „Durch die vor zwei Jahren angestoßenen strategischen Veränderungen unseres Unternehmens war es zuletzt durchaus turbulent, aber wir waren auch erfolgreich. Unser Ziel, unsere Arbeit noch stärker auf Strategie, Konzept und Content auszurichten, ist uns gelungen.

Auch das neue Jahr 2017 ist sehr erfolgreich gestartet. Generell glaube ich, dass sich in 2017 sowohl die Kommunikations-Branche als auch die Entscheider in den Unternehmen zunehmend die Frage nach der Sinnhaftigkeit, also dem Return, stellen lassen müssen. Insbesondere in der Live-Kommunikation werden zu viele Projekte ohne klare Zielsetzung und sauber formulierten KPIs gestartet.“

Karin Wolniczak, nice:-), Essen: „Durch unsere Neuausrichtung auf Messeplanung und Messebau und durch die Fokussierung auf konzeptionelle Tätigkeiten konnten wir bereits im Jahr 2016 neue Kunden von unseren Ideen überzeugen. Neben unserem klassischen Incentive-und Event Geschäft fokussierten wir uns mehr auf dieses neue Geschäftsfeld. Größte Herausforderung war dabei, den erhöhten Leistungsansprüchen bei knapperen Budgets gerecht zu werden.“

Prof. Lutz Engelke, Triad, Berlin: „2016 war komplizierter als gedacht. Nach einem sehr produktiven Jahr 2015, das wir sehr erfolgreich abschließen konnten, haben wir 2016 wieder mehr konzeptionell und vertiefend gearbeitet, was wir so nicht vorausgesehen haben.

Neben den fest vereinbarten Aufträgen die wir über die Jahre hinweg betreuen, freuen wir uns, dass sich bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres konkrete Projekte angekündigt haben, die teilweise die Früchte aus der Konzeptionsphase des Vorjahres sind. Darüber hinaus zeichnen sich weitere spannende Geschäftsanbahnungen als sehr erfolgsversprechend ab.“

Marc Dalkolmo, east end, München: „east end hat ein sensationelles Jahr hinter sich.

Wir wollen uns im neuen Jahr im Wesentlichen auf unseren Kunden konzentrieren und mit ihnen partnerschaftlich das Potential ihrer Aufgabenstellungen und Themen ausschöpfen. Das ist also keinesfalls eine Konsolidierungsstrategie, sondern gemeinsames Wachstum. Selbstverständlich gehen wir auch ausgewähltes Neugeschäft an, aber es muss zu uns und unserer Positionierung passen und letztlich Sinn machen.“

 

März: Showchoreographien mit Quadrocoptern?

phase7 performing.arts ist ein interdisziplinäres Künstler-Kollektiv aus Berlin und wurde 1999 vom Regisseur und Medienkünstler Sven Sören Beyer initialisiert. Darstellende und bildende Künstler arbeiten in dem Netzwerk Hand in Hand mit technologieaffinen Spezialisten, beispielsweise Computer- und Software-Experten, und kreieren aus diesem Ansatz heraus eine identitätsstiftende Kunstsprache, die ihre Übersetzung in der Konzeption und Realisierung außergewöhnlicher Event-Formate findet. Für phase7 performing.arts ist das Anwenden neuer Technologien ein wichtiges Inszenierungsmittel – wie beispielsweise Showchoreographien mit sogenannten Quadrocoptern.

„Gerade diese Fluggeräte eignen sich wegen der sehr feinen Steuerungsoptionen hervorragend als Element einer Showinszenierung“, sagt Sven Sören Beyer. „Durch den Aufbau mit den  Rotoren können Quadrocopter exakt positioniert werden, was natürlich ein Vorteil ist, wenn einem Fluggerät im Rahmen eines Show-Konzeptes eine bestimmte Stelle zugedacht ist.“

Spannend ist dabei auch der interaktive Ansatz, den das Künstlernetzwerk bereits erfolgreich einsetzte, wie eine Performance beim „Murmuration“ im Rahmen des Shanghai Interactive Festival of Theater 2016 illustriert. „Eine Tänzerin hat ein spezielles gyroskopisches Device an der Hand. Dieses Device steuert dann nach vorprogrammierten Algorythmen mit dem Schwarm aus Quadrocoptern. Das Ergebnis ist, dass die Fluggeräte den Bewegungen der Tänzerin auf der Bühne folgen und im Gesamten eine atemberaubende Szenerie entsteht“, so Beyer. Der BlachReport hat darüber berichtet und will die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten.

 

April: Technikumfrage

Auf der Prolight + Sound 2017 in Frankfurt wurden die aktuellen Entwicklungen im Bereich Veranstaltungstechnik vorgestellt. Doch was ist momentan angesagt und möglich? Zur Beantwortung der Frage haben wir Insider aus Agenturen um Empfehlungen für die technische Ausstattung von Events und die Nennung ihrer persönlichen Highlights gebeten – unabhängig davon, ob es jetzt um Bildmedien, Beleuchtung, Beschallung oder auch das Set geht.

Xavier Sarras, zerotwonine, Frankfurt: „Video-Mapping- und Projektionstechniken sind in den letzten Jahren immer imposanter geworden und ermöglichen immer mehr Trigger für die emotionale Realität. Aber wir stellen uns aktuell eher die Frage, welche Technologie die rationale Informationsvermittlung am effektivsten erlebbar macht. Und hier beeindrucken uns am meisten alle Medien, die sich mit dem persönlichen Interaktionserlebnis beschäftigen: OLED-Screens, Augmented Reality Apps und Virtual Reality Devices. Mit diesen Technologien lassen sich einfach weitere Informations- und Interaktionsebenen einführen, die das Erlebnis persönlicher und damit effektiver machen. Auch deswegen erzielen diese Technologien in unserem Experiential Quotient (XQ) Scoring System hohe Werte.“

Claus Fischer, Voss+Fischer, Frankfurt: „Das eine technische Highlight zu benennen, fällt nicht leicht. Schließlich ist die Technik immer in Abhängigkeit der Konzeptidee zu beurteilen und ist in dem Moment herausragend, wenn sie zum idealen Träger der Aussage wird. Generell bemerkenswert ist der andauernde Anspruch der Branche, technische Innovationen zu entwickeln und sich in jedem Jahr neu zu übertreffen. Das gibt einem schon während der Entwicklung der Idee die Zuversicht, dass alles möglich ist. Bei aller technischen Faszination bin ich der Meinung, dass stets der Wert der realen Begegnung beachtet werden muss. In unserer Disziplin haben wir das Glück, diese Begegnung gestalten zu können – durch anregende Räume und inspirierende Dialoge.“

Markus Anthoni, Service Factory, München: Die digitale Transformation macht auch vor Events und deren Technik nicht Halt. Im Zuge dieser Entwicklung finde ich es spannend, wie durch die Verschmelzung von ‚Mensch und Maschine’ ganz neue Möglichkeiten der Inszenierung entstehen. Im Grunde sind es sogar neue Kunstformen, die so auf die Bühne gebracht werden.

Erst kürzlich durfte ich eine Award Show konzipieren und mit Hilfe des Teams von 17k aus Stuttgart umsetzen, die in Echtzeit interaktiv ablief – tatsächlich (fast) ohne Regieanweisung. Vielmehr steuerten die Mimik und die Bewegungen eines Models auf der Bühne den Ablauf und visuelle Gestaltung der Show. So entstand eine Inszenierung, die den Gästen verdeutlichte, dass trotz allem Wandel der Mensch ‚die Zügel’ in der Hand behält.“

 

Mai: BlachReportDialog auf der Imex 2017

Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Live-Kommunikations-Branchen von Abu Dhabi und Deutschland standen im Fokus einer Expertenrunde, die der BlachReport während der Imex 2017 auf dem Messestand des Emirats initiierte. Teilnehmer waren Katja Hesslinger/marbet, Evelyn Hosang vom Studieninstitut für Kommunikation, Axel Henrici/E.Style LMC, Udo Klawitter/The Business People.Agency, Christian Seidenstücker/Joke Event, Henrik Bollmann/Messe Westfalenhallen Dortmund, Oliver Endlicher/E&P Reisen und Events sowie Martin Stenzel/KF Live.

Das Abu Dhabi Convention Bureau wurde in der Gesprächsrunde von Direktor Mubarak Hamad Al Shamsi vertreten, der einen Überblick über die Entwicklung im MICE Markt von Abu Dhabi gab.

 

Juli: Markenevent mit Weltpremiere in Barcelona

Audi geht im Livemarketing neue Wege und hat dafür die bisherige Vorgehensweise komplett auf den Kopf gestellt. Den Startschuss markierte der erste Audi Summit als eigene große Leistungsschau, der am 11. Juli in Barcelona über die Bühne ging. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern – 5.000 qm für die Fahrzeuginszenierungen in der Brand Show und weitere 5.500 qm als Brandspace für die Präsentation der drei Themenfelder „Audi A8“, Audi AI“ und „Audi. Vorsprung“ – stellte der Summit aus Sicht von Audi die Lösungen für die urbane Mobilität von morgen vor. Eingeladen dafür waren 2.000 Gäste aus aller Welt, die versetzt in drei Wellen unter anderem die Weltpremiere des Flaggschiffs Audi A8 erleben konnten – spektakulär auf einem Kuka Roboter in Szene gesetzt.

Das Konzept von Audi für ein integriertes Livemarketing sieht vor, künftig zweimal pro Jahr im Rahmen eines Summit alle Neuheiten des Unternehmens inklusive Produkten und Leistungen exklusiv zu präsentieren und dafür auf fokussierte Veranstaltungen für Händler, Presse und Meinungsbildner zu verzichten. Diese Events werden an unterschiedlichen Orten nicht nur in Europa stattfinden – darunter auch Messen, was für die IAA 2019 bereits geplant ist. Der nächste Audi Summit ist für Frühjahr 2018 vorgesehen.

Für das Projekt engagierte Audi drei Agenturen: Creators aus Darmstadt für die Showproduktion, madhat aus Offenbach für das Digitaldesign und Stagg & Friends aus Düsseldorf für die Gesamtproduktion. Den Eventbau realisierte Metron Vilshofen. Für das Catering sorgte Kofler & Kompanie.

 

August: Das Ende von „hip“?

„Den Agenturen laufen die guten Leute weg! Besonders die Kreativen“, warnte bereits vor zwei Jahren Annette Beyer, Geschäftsführerin und Studienleitung von treibhaus 0.8, „Das Gehalts-Leistungsverhältnis der meisten Agenturjobs war schon immer Unterkante. Aber jetzt haben erfahrene Leute die freie Auswahl. Und beim Nachwuchs entfällt der Coolness-Faktor!“

Der Glamour des Arbeitgebers Kommunikationsbranche ist vorbei. „Agenturen, unabhängig von ihrer Ausrichtung auf Content Marketing, PR oder Werbung, sehen sich als Arbeitgeber einer stärker werdenden Konkurrenz von Startups und Unternehmen ausgesetzt, bei denen eine Anstellung insbesondere für Berufseinsteiger attraktiver erscheint“, so Dr. Andreas Siefke, Präsident des Content Marketing Forum. Führende Branchenverbände haben gehandelt: Famab, BVDW, CMF, GWA, GPRA und OMG schlossen sich im Frühjahr 2017 zusammen, um für Berufe und Perspektiven in Agenturen zu werben: Die Employer Branding Kampagne „Mach was draus. Komm in die Agentur!“ zielt auf die gut 1,6 Millionen Studenten ab, die einen Bachelor oder Master anstreben.

Gemeinsam haben sich der BlachReport und das Studieninstitut für Kommunikation in den Branchen umgehört und gefragt: Wie steht es wirklich um die Agenturen? Was ist von der Initiative zu halten? Oder haben die Verbände einfach nur wieder einmal ein (altes) Thema für sich (neu) entdeckt?

Chris Cuhls, Eventregisseur und Berater für Inszenierungen, meint dazu: „Wandel ist unser steter Begleiter. Damit der beste Nachwuchs gewonnen wird, ist ein Sinneswandel in Agenturen nötig. Weniger Verschleiß, mehr Mentorenschaft. Coaching wäre ein Anfang, der sich ausbezahlen wird.“

„Die Attraktivität der Branche ist in den Jahren spürbar gesunken“, sagt Alexandra Apenberg, Geschäftsführerin und Inhaberin von Apenberg impulse, die als Coach, Trainer und Consultant Unternehmen berät. „Früher war es extrem modern und hip im Eventbusiness tätig zu sein. Heute gelten die Jobs in der Eventbranche zwar als sehr spannend, nur sind sie im Konflikt mit einigen Ansprüchen der heutigen Nachwuchs-Zielgruppe.“

 

September: Expo 2017 in Astana geht zu Ende

Die Expo 2017 fand vom Juni bis September in Astana, der Hauptstadt von Kasachstan statt. Das Thema dieser nationalen Weltausstellung lautete „Future Energy". Insgesamt 115 Länder und Organisationen thematisierten mit ihrer Teilnahme an der spezialisierten Weltausstellung in Astana den nachhaltigen Umgang mit begrenzten Ressourcen. Alle wollten bei den Besuchern mit ihrem Expo-Pavillon einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Der Pavillon des Gastgeberlandes Kasachstan war auf dem 3.300 Quadratmeter großen Level 1 von „The Sphere“ – dem zentralen Dreh- und Angelpunkt des Expo-Geländes in Astana – angesiedelt. The Sphere bestand aus einem insgesamt acht Stockwerke umfassenden kugelrunden Glasbau mit einem Durchmesser von 80 Metern; entworfen von Khuan Chew, der Designerin des weltbekannten Burj Al Arab.

Mit dabei in Astana war auch die Bundesrepublik mit dem Deutschen Pavillon, der die Energiewende „Made in Germany“ in den Mittelpunkt rückte. Verantwortlich für die Organisation der deutschen Beteiligung an der ersten Weltausstellung in Zentralasien zeichnete sich Hamburg Messe und Congress im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Konzepterstellung, Planung und Realisierung des Deutschen Pavillons übernahm eine Arbeitsgemeinschaft mit insglück als Leadagentur sowie gtp2 architekten und mac messe- und ausstellungscenter Service.

In einer Mischung aus Information und Unterhaltung zeigte der Deutsche Pavillon seinen Gästen nachhaltige Technologien, innovative Verfahren und wegweisende Lösungen. Spannende Exponate luden zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen ein und demonstrierten die Leistungsfähigkeit und Kompetenz Deutschlands im Bereich der Energieversorgung. Intensiviert wrude die Interaktion mit den Themen durch Smartsticks, die jeder Gast in seiner Sprache kodiert am Eingang bekam. Mit diesen konnten die Exponate aktiviert und das angeeignete Wissen in Form von Smartpoints gesammelt werden.

Zum Abschluss bot die „Energy-Show“ den Besuchern ein faszinierendes Gemeinschaftserlebnis und fokussiert den Mensch als wichtigsten Treiber der Energiewende.

 

November: Premiere für DSK und letzter Vorhang für Famab Awards

Zum ersten Mal fand am 13. November die 1. Deutsche Sicherheits-Konferenz mit über 100 Teilnehmern im Kongresszentrum Westfalenhallen Dortmund statt – eine Fachkonferenz, die erstmalig Führungskräfte für Veranstaltungsorganisation zum Thema Sicherheit zusammenbringen wollte. Im Fokus: Sicherheitskonzepte und ihre Durchführung sowie Vorbereitungen für den Ernstfall. Initiatoren der Veranstaltung waren das Studieninstitut für Kommunikation, die Unternehmensberatung Jastrob und, der BlachReport, Unterstützung leisteten das Kongresszentrum Westfalenhallen, Chips at Work und doo. Die Moderation übernahm Lukas Gajewski.

Die Vorträge kompetenter Kenner der Materie thematisierten sowohl praktische Details als auch den theoretischen Unterbau. Das komplexe Thema „Sicherheit für Events“ wurde von allen Seiten umfassend in Augenschein genommen. Die Veranstalter Michael Hosang, Olaf Jastrob und Peter Blach zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Interesse der Teilnehmer und dem Ablauf des Kongresses und kündeten bereits den nächsten Sicherheits-Kongress für 2018 an.

Wenige Tage später könnte im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg Branchengeschichte geschrieben worden sein. Bei der Verleihung der diesjährigen Famab Awards wurde bekanntgegeben, dass sich der Vorhang zum letzten Mal für die Preisträger dieses traditionsreichen Wettbewerbs für Begegnungskommunikation sowie temporäre und permanente Markenarchitektur geöffnet hat. Mit dem International Festival of Brand Experience rufen die Initiatoren BlachReport, BOE, Famab und Studieninstitut für Kommunikation dafür nun gemeinsam ein neues Format ins Leben, das jährlich in Dortmund zum zentralen Anziehungspunkt für die Branche werden soll.

Die erste Ausgabe des International Festival of Brand Experience findet am 8. Januar 2019 statt. Den Auftakt der Veranstaltung wird ein Kongress am Vortag der Fachmesse Best of Events (BOE) bilden, der interaktiv die relevanten Branchenthemen und Trends der Livekommunikation beleuchten wird. Am Abend erfolgt dann die Auszeichnung der besten Arbeiten der Branche mit dem Brand Experience Award, was bei der anschließenden Party gebührend gefeiert werden kann. Abgerundet wird das Festival durch die BOE, die führende Fachmesse für Erlebnismarketing, die an den beiden Folgetagen stattfindet.

Beim neuen Brand Experience Award fließen die bekannten Award-Formate der Initiatoren wie BEA BlachReport Event Award, Famab Award, Famab New Talent Award und INA Award zusammen. Im Anschluss an die Best of Events 2018 werden interdisziplinäre Projektgruppen die Details der Umsetzung wie die Bildung eines Kuratoriums für den Kongress und die Definition der Award-Kategorien weiter vorantreiben.

 

Dezember: Eindrücke von Göran Göhring: Was kommt, was bleibt?

Wir haben Göran Göhring von Stagg & Friends gebeten, aus seiner Sicht das Jahr 2017 Revue passieren zu lassen. „Für mich haben drei starke Themen das Jahr 2017 dominiert“, so Göran Göhring. „Das ist zunächst mal der Margendruck, der kontinuierlich weiter zunimmt. Unsere Kunden in den Konzernen führen mittlerweile oftmals reine Kostenausschreibungen durch. Die Tagessätze scheinen die einzige Währung auf dem Weg zum Eventerfolg zu sein. Aber wo bleibt dabei die Qualität?

Die sich verändernden Kundenanforderungen sind für mich das nächste Thema. Sie haben Kompetenzen aufgebaut, denen die Leistungspartner gerecht werden müssen. Oder – anders ausgedrückt – denen die Mitarbeiter der Leistungspartner auf Augenhöhe begegnen müssen. Dafür kann ich nur die Besten in den Ring schicken. Diese hochqualifizierten Kollegen – einerseits sehr gutes Projektmanagement Know-how, anderseits inhaltlich (mit)denkend – gibt es aber nicht von der Stange. Die Lernkurve ist lang und der Markt leergefegt. Wo bleibt der Nachwuchs, den wir dringend brauchen?

Drittes Thema ist die Digitalisierung. Integrierte digitale Tools sind für die durchgängige Wirkungsoptimierung für Live-Experience mittlerweile nahezu unverzichtbar. Entsprechend ist eine intensive Auseinandersetzung mit diesen Tools erforderlich. Das gilt umso mehr, als für jedes Format mehr oder weniger beziehungsweise unterschiedliche digitale Werkzeuge einzusetzen sind. Wir sind uns darüber im klaren, dass es sich dabei um einen fortlaufenden Prozess handelt, der kontinuierliche und konzentrierte Aufmerksamkeit verlangen wird.“

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