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Denis Papin über den Start von AV-X

19.12.2017

Im Spätsommer hat in Oststeinbek bei Hamburg das Unternehmen AV-X seinen Betrieb aufgenommen – gegründet durch Denis Papin, den ehemaligen Geschäftsführer von XL Video in Deutschland. Das Spektrum umfasst Planungsleistungen, hochwertige Indoor- und Outdoor-LED-Wände führender Hersteller mit einem Pixelabstand von zwei bis zehn Millimeter sowie Video- und Broadcasttechnik mit Fokus auf HDR und UHD/4K-Technologie. Wir haben Denis Papin einige Fragen zum Start und dem Geschäftsmodell von AV-X gestellt.

 

AV-X?

AV-X ist mein neues Projekt, das ich gemeinsam mit Hibino als Hauptgesellschafter im Juli 2017 gestartet habe. Besondere Bedeutung hat für AV-X der Bereich Automotive. Aber auch der Corporate Markt ist uns wichtig und soll weiter entwickelt werden – durchaus über den Bereich Videoausstattung hinaus. Ein erstes Projekt dieser Art haben wir auf der diesjährigen dmexco in Köln für Coremedia betreut. Mittlerweile gibt es bei AV-X bereits zehn Mitarbeiter im ehemaligen Gebäude von XL Video in Oststeinbek. Weitere Verstärkungen durch hochqualifiziertes Personal stehen kurzfristig an.

 

AV-X und Hibino?

Mit dem japanischen Unternehmen Hibino pflege ich schon seit vielen Jahren eine sehr freundschaftliche Partnerschaft. Hibino zählt in Japan und China zu den Marktführern für Videoequipment, macht rund 320 Millionen Dollar Jahresumsatz und ist an der Börse in Tokyo gelistet. In Europa kennt man Hibino überwiegend durch die Marke Chromatek, die das Processing-Geschäft von Hibino zusammenfasst.

Inhaltlich passen wir gut zusammen. Das werden wir in den nächsten Jahren noch weiter verfeinern und künftig Kunden weltweit mit gleichen Leistungen und einheitlichem Equipment betreuen. Asien wird dabei Hibino abdecken, in den USA sind wir durch die Hibino Tochterunternehmung H&X in Irvine bei Los Angeles vertreten, während AV-X das Geschäft in Europa übernimmt. Mit dieser Vorgehensweise schaffen wir enorme Vorteile für unsere Kunden mit deutlich weniger Logistikaufwand und geringeren Kosten.

 

Projekte?

Wir konnten in den wenigen Wochen, die uns seit dem Start zur Verfügung standen, bereits einiges erreichen. So haben wir den ‚Tag der Deutschen Einheit’ am Brandenburger Tor im Auftrag von Wohlthat Entertainment mit Videotechnik unterstützt und die Bildmedien-Komplettausstattung für die Präsentationen von Mercedes-Benz und Volkswagen auf der Messe in Tokyo realisiert. Weitere Topprojekte sind bereits in der Planung – zum Beispiel auf der CES in Las Vegas und der Motorshow in Detroit, wo wie die Präsentationen von Mercedes-Benz mit Videoequipment ausstatten werden.

Gemeinsam mit Universal Pixel in Großbritannien gehen wir dann am 24. Januar 2018 mit Roger Waters auf den zweiten Teil seiner Welttournee, die dann über Neuseeland nach Europa führt und voraussichtlich im November in Südamerika endet.

 

Equipment?

Wir haben in aktuelles Equipment investiert, um die anstehenden Projekte unserer anspruchsvollen Auftraggeber ausstatten zu können. Gefordert sind jetzt 4K Processing in Verbindung mit HDR im LED- sowie im Broadcast-Bereich. HDR ist noch mal ein Quantensprung und ermöglicht mit seiner enormen Schärfe eine viel natürlichere Darstellung als bisher. Unter anderem stehen uns 350 Quadratmeter Infiled 5, 150 Quadratmeter Black Onyx 3 und 250 qm Carbon 4 von ROE mit Chromatek Processing sowie zwanzig Panasonic PT-DZ 31 mit 30.000 Ansi Lumen zur Verfügung – ebenso  zwei hochwertige 4K HDR-Regien und Medienserver.

Ein weiteres Highlight werden wir auf dem Autosalon in Genf an den Start bringen. Als erster Anbieter weltweit statten wir den Präsentation von Mercedes-Benz mit 4K HDR Equipment von Hibino aus – ein klarer Wettbewerbsvorteil. Das Material wird uns voraussichtlich Ende Januar zur Verfügung stehen.

 

Erfolge?

Unseren Neustart haben wir sorgfältig und strategisch geplant. Insofern hatten wir auch einige Erwartungen an den Erfolg. Es lief dann aber sogar noch besser an als wir uns das erträumt hatten. Unter anderem hat Daimler bei uns das komplette Ausstattungspaket für Videoequipment platziert, das für Messeprojekte in Europa und Nordamerika vorgesehen ist. Das Auftragsvolumen liegt deutlich im siebenstelligen Bereich.

 

Ziele?

Unsere Umsatzziele für das erste Jahr wurden sehr vorsichtig kalkuliert und konnten bereits erreicht werden. Für das nächste Jahr haben wir uns einen Jahresumsatz von fünf Millionen Euro vorgenommen. Das ist realistisch und möglich, zumal das Angebot für hochwertiges Videoequipment im High-End-Bereich tatsächlich noch nicht ausreichend abgedeckt ist.

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