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Live Matters: Statements von Nico Ubenauf

27.11.2017

Nico Ubenauf (Foto: StageReport)

 

satis&fy und die Schweizer Habegger Group haben die Holding „Live Matters“ gegründet. Ziel ist es, langfristig zu einem der international führenden Unternehmen für Livekommunikation zu werden. satis&fy und Habegger sowie ihre Sub-Marken werden unter der Dachgesellschaft koexistieren, die 100 Prozent der Anteile an beiden Firmen hält. In Live Matters vertreten sind Nico Ubenauf, CEO von satis&fy, Simon Ackermann, CEO von Habegger, sowie eine unternehmerisch geführte Industrieholding, der namhafte deutsche Familienunternehmer angehören. Ubenauf und Ackermann werden als Managing Partner an der Spitze der Holding stehen und diese gemeinsam leiten. 700 feste Mitarbeiter an zwölf Standorten arbeiten derzeit bei den Unternehmen der Live Matters Gruppe. Zu Live Matters einige Statements von Nico Ubenauf.

 

Was kann Live Matters erreichen, was mit satis&fy und Habegger nicht möglich war?

Nico Ubenauf: Wir können dadurch schneller wachsen, als das organisch möglich gewesen wäre. Wir erwarten daraus einen Wachstumsschub für beide Unternehmen. Vielleicht zum Hintergrund: Die Branche ist in den letzten zehn Jahren erwachsener geworden. Global hat ein Zyklus der Konsolidierung eingesetzt. An diesem Prozess wollen wir aktiv teilnehmen. Deswegen haben wir auch entschieden, unsere Unternehmen nicht zu fusionieren und keinen Merger durchzuführen. Wir möchten die Individualität und die DNA der beiden Unternehmen erhalten und lediglich ein Dach darüber bauen. Die Holding ist nun Eigentümer sowohl von satis&fy als auch von Habegger. Gemeinsam mit Simon Ackermann bin ich Managing Partner von Live Matters und beide bleiben wir CEOs unserer Unternehmen.

 

Sind satis&fy und Habegger nicht eigentlich Wettbewerber?

Nico Ubenauf: Habegger ist im Segment Veranstaltungsproduktion Marktführer in Österreich und der Schweiz, während wir im deutschsprachigen Raum überwiegend im Inland tätig sind. Insofern nein. Abgesehen davon arbeiten wir seit einigen Jahren eng zusammen. Ich würde das also nicht als Wettbewerb, sondern als Partnerschaft bezeichnen.

 

Welche Auswirkungen hat Live Matters auf das Tagesgeschäft der beiden Unternehmen?

Nico Ubenauf: Zunächst einmal wird jedes Unternehmen weiter unternehmerisch geführt. Die von uns gewählte Struktur einer Holding soll die Dynamik der beiden Unternehmen nutzen. Beide Unternehmen werden als individuelle Marken in der gemeinsamen Holding erhalten bleiben.

 

AV Alliance?

In der AV Alliance gibt es mittlerweile 72 Unternehmen aus 47 Ländern, darunter auch einige sehr große Anbieter. Unser Ziel ist die Kooperation und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg in einem Netzwerk, dass allen Partner Nutzen bringt. Darum gibt es pro Land in der Regel nur einen Vertreter in der AV Alliance. Wir möchten dieses Netzwerk, das als Association nach Schweizer Recht organisiert ist, pflegen und weiter ausbauen. Daher gibt es mit Alex Fuchs seit Anfang September erstmals einen General Manager, der vorher bei der Star Alliance tätig war – sich also mit derartigen Organisationen auskennt. Habegger und satis&fy bleiben selbstverständlich Mitglieder der AV Alliance. Ich werde nur nicht mehr im Aufsichtsrat der AV Alliance tätig sein.

 

Welche Segmente fehlen noch bei Live Matters? Agenturleistungen?

Wir glauben an die weitere Veränderung der Märkte, in denen sich Funktionen und Leistungen ändern, wollen aber keine Agentur werden. Die Unternehmen suchen sich ihre Leistungspartner anders aus als früher und greifen dafür auf ein Planetensystem mit speziellen Dienstleistern zu, um ihre Aufgaben in der Brand Experience und bei holistischen Kampagnen realisieren zu können. Dabei wollen wir mit unseren Marken ein starker Partner sein. Grundsätzlich glauben wir an die Möglichkeiten der Sharing Economy, bei der die Schaffung von Mehrwert durch Spezialkompetenzen im Vordergrund steht.

 

Entwicklung bei satis&fy?

Letztes Jahr war für uns unglaublich stark, was sich durch viele außergewöhnliche Sondereffekte unter anderem im Rahmen der  Olympischen Spiele ergab. 2017 wird dagegen nicht unser Lieblingsjahr. Das wussten wir vorher und haben auf dieser Grundlage sehr konservative Voraussagen über die Entwicklung im aktuellen Jahr gemacht, die wir mithaben. Für das nächste Jahr sind wir wieder auf Wachstumskurs.

 

Geographischer Mittelpunkt von satis&fy?

Nico Ubenauf: satis&fy konzentriert sich auf seine Kernmärkte in Deutschland, Europa und den USA, während sich Live Matters von sieben Ländern aus zum Ansprechpartner für multinationale Konzerne entwickeln soll. Mit satis&fy können wir unter anderem eine sehr positive Entwicklung in den USA verzeichnen, wo wir von zwei Standorten und mittlerweile mehr als 60 Mitarbeitern nicht nur bestehende Kunden weiter betreuen, sondern mit Aufträgen von Dyson und Samsung auch ein attraktives Neugeschäft verzeichnen konnten. Unser Mittelpunkt ist und bleibt aber in Deutschland.

 

 

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