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Gerührt und geschüttelt

13.3.2017

Am 14. und 15. September startet mit den Pressetagen die 67. IAA Pkw in Frankfurt/Main. Für die Präsentation der neuesten Fahrzeuge und Services wird sicher wieder der höchstmögliche technische Aufwand getrieben. Die Planungen dazu laufen bereits auf Hochtouren. Wir wollten mal wissen, was die Insider bei den Eventtechnik-Dienstleistern an technischen Highlights für die Ausstattung der Präsentationen erwarten und haben nachgefragt.

Gleich mal vorweg: Ohne LED und große Bilder geht wohl nichts. Es sei denn, man will auffallen . . . Hochauflösende LED-Screens, am besten gedreht, gefahren, geflogen, gerührt und geschüttelt, gecurved, trapezförmig oder in anderen ungewöhnlichen Formen, dazu eine pixelgenaue Content-Zuspielung in höchster Qualität sind demnach unverzichtbar. Dazu kommen dann noch Virtual und Augmented Reality, Dreidimensionalität sowie interaktive Angebote. Und oben drüber kreisen dann die Lichtdrohnen von der Super Bowl Half Time Show. So ungefähr könnte es aussehen.

Könnte. Wird aber nicht. Zum Glück gibt es ja auch noch die Kreativen, die aus diesen Tools dann packende Shows und Präsentationen machen (können). Wir wollen fest dran glauben, denn ohne diese Kreativität wird der Aufwand wahrscheinlich verpuffen. Hightech als Alleinstellungsmerkmal funktioniert heute nicht mehr. Zu hoch ist mittlerweile der Anteil technischer Installationen bei der Auto-Megamesse in Frankfurt, als das sich allein damit die Besucher begeistern ließen. Er sieht das ja bei jedem größeren Aussteller. Und auch hochglanzlackierte und schwarz-weiß durchgestylte Messestände in der Größe einer durchschnittlichen deutschen Kleinstadt, um auch mal die Architekten und Designer ins Spiel zu bringen, werden nicht mehr ausreichen.

Das wissen auch die Protagonisten bei den Technik-Dienstleistern. Franz Josef Khalifeh von müllermusic thematisiert in seinem Statement beispielsweise die Bedeutung von Inszenierungen und hält sie für zielführender, als den Besucher durch bewegte Bilder immer mehr vom Produkt abzulenken, Thorsten Schmidt von Sinus will das Produkterlebnis durch Event-Technik unterstützen und Alexander Klaus von Entertainment Technology Concepts die Besucher „emotional einfangen“.

Das ist wohl die Orientierung für die IAA: erstklassige Technik mit packender Inszenierung in einer kreativen Umgebung, die zeitgeistige Entwicklungen und Trends aufgreift. So entsteht Faszination. Ich bin mal gespannt . . .

Herzlichst

Ihr Peter Blach

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