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Keine Kontrolle in der Live-Kommunikation?

30.8.2016

Prof. Dr. Uta Herbst vom Lehrstuhl für Marketing II der Universität Potsdam hat eine wissenschaftliche Studie über Erfolgskontrolle in der Live-Kommunikation veröffentlicht. Über 60% der befragten Unternehmen geben demnach an, bezüglich der jeweiligen Live-Kommunikationsmaßnahme im Vorfeld Ziele zu definieren und diese im Nachgang zu evaluieren. Bei den von den befragten Unternehmen genutzten Tools werden mehrheitlich traditionelle Ansätze genannt – mit Ausnahme des Trackings von Kommunikation via Social Media.

 

Bei den befragten Unternehmen werden überwiegend quantitative Methoden zur Erfolgskontrolle eingesetzt. Agenturen setzen eher auf einen Mix zwischen quantitativ und qualitativ. Und: Die genannten Tools sind bei den befragten Unternehmen mehrheitlich eindimensional – es wird nur ein Aspekt abgefragt. Eine multidimensionale Betrachtung bleibt meist aus.

 

Das ist kein gutes Ergebnis für die Protagonisten in der Live-Kommunikation.

 

Einerseits hätte man angesichts einer mittlerweile jahrzehntelangen Entwicklung in der Live-Kommunikation durchaus mehr erwartet als 60 Prozent, die überhaupt Ziele vor ihren Veranstaltungen definieren, um hinterher die Erreichung zu evaluieren. Andererseits beschränkt sich die Mehrheit auch noch auf quantitative Erfolgskontrollen. Last but not least werden selbst diese „Erkenntnisse“ nicht mal überprüft durch mehrdimensionale Betrachtungen.

 

„Übersetzt“ bedeutet das doch nichts anderes, als dass knapp 40 Prozent der Veranstaltungen ohne konkrete Zielvorgabe stattfinden. Und die Mehrheit der Evaluierungen erfolgt durch Besucherzählungen und die Erfassung beziehungsweise Klassifizierung von Leads.

 

Das ist mehr als dürftig.

 

Herzlichst

Ihr Peter Blach

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