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Franz Josef Khalifeh von müllermusic: „Dienstleistung ist entscheidend . . .“

11.8.2016

Franz Josef Khalifeh (Foto: müllermusic)

 

 

müllermusic, Full-Service-Dienstleister für Veranstaltungstechnik in Köln, begeht 2016 das 40-jährige Jubiläum. Wir haben Franz Josef Khalifeh, der seit dem Ausscheiden von Firmengründer Karl-Heinz Müller vor einigen Jahren das Unternehmen als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer leitet, nach dem Rezept für diesen langjährigen Erfolg und die Perspektiven für die Zukunft befragt.

 

StageReport: müllermusic kann in diesem Jahr das 40-jährige Jubiläum feiern. Welches Fazit können Sie ziehen?

Franz Josef Khalifeh: Vor vierzig Jahren ist Karl-Heinz Müller mit einem kleinen Bus als mobile Disco gestartet. Das lief gut und entwickelte sich kontinuierlich weiter. So viel zu unserem Start. Damals war Düsseldorf noch eine Fashion-Metropole, was dann auch mehr und mehr Aufträge aus der Modebranche brachte. Die Veranstalter brauchten nicht nur Musik, sondern auch Mikrofone und Scheinwerfer. Ein Laufsteg war auch nicht schlecht. So ging das stetig voran. Vor 20 Jahren ist dann das Messegeschäft dazugekommen. Die Ansprüche der Auftraggeber sind gestiegen. Wir haben mehr und mehr auch die technische Betreuung fester Häuser und Locations wie den Zoo, die Stadthalle und das Kongresszentrum für uns gewinnen können. Das passierte zunächst in Köln und Düsseldorf, später auch in Berlin. Hier spielte Mode ebenfalls eine Rolle. Heute haben wir 85 festangestellte Mitarbeiter, 150 Freelancer, 16 Meister, 14 Azubis und sechs Prokuristen und sind für unsere Kunden europaweit unterwegs – sehr häufig in Mailand, Birmingham, London, München, Stuttgart und Nürnberg. Einige Projekte betreuen wir sogar weltweit.

 

StageReport: Letzteres müssen Sie uns erklären . . .

Franz Josef Khalifeh: Wir betreuen weltweit Autokliniken, wo die Vorserienmodelle erstmals gezeigt werden. Mehr darf ich dazu aber nicht sagen.

 

StageReport: Welche Leistungen und Schwerpunkte gibt es bei müllermusic?

Franz Josef Khalifeh: Wir haben im Prinzip drei Segmente: Messeprojekte, Kongresse und Industrieveranstaltungen. Für diese Segmente betreuen wir Rigging, Beschallung, Beleuchtung und Video. Letzterer Bereich kam bei uns erst vor rund fünf Jahren dazu, spielt aber mittlerweile eine große Rolle. Vom Angebot und dem Leistungsspektrum her sind wir dem Wettbewerb mittlerweile voraus und übernehmen eigene Aufzeichnungen, den Schnitt, Renderings und mehr. In erster Linie sind wir dabei Dienstleister, liefern aber immer mehr Content dazu.

 

StageReport: Was kann müllermusic besonders gut?

Franz Josef Khalifeh: Ich bin mir sicher, dass wir besonders gute Mitarbeiter haben. Und das ist kein Zufall, denn bei uns nehmen alle Mitarbeiter regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Für uns ist das sowohl ein Teil der Unternehmenskultur als auch des Erfolgs.

 

StageReport: Was ist entscheidend für den Erfolg: die Qualität der Technik oder der Dienstleistung?

Franz Josef Khalifeh: Definitiv die Dienstleistung. Equipment gibt es überall, damit ist keine Alleinstellung möglich. Man sollte an dieser Stelle aber nicht die Qualität des Managements vergessen. Bei müllermusic gibt es daher sechs Prokuristen, die sich für ihre Bereiche engagieren und dafür sorgen, dass wir nicht nur gute Veranstaltungen durchführen, sondern auch eine Firma gut leiten.

 

StageReport: Was bedeutet das unter anderem?

Franz Josef Khalifeh: Das zieht sich durch alle Bereiche von der Betriebswirtschaft über die Organisation bis zum Projektmanagement oder auch die Lagerwirtschaft. Vielleicht ein kleines Beispiel: Wir sind sehr preistreu. Das liegt daran, dass die Projektleiter sehr sauber kalkulieren und Angebote vorlegen, in denen sogar Details wie Genehmigungsverfahren – natürlich soweit erforderlich – bereits enthalten sind. Manchmal steht uns diese Angebotstreue natürlich im Weg. Unsere Angebote sind dann vielleicht auf den ersten Blick höher im Preis. Dafür sind sie realistisch. Zusätzliche Kosten gibt es bei uns nur für Nachbestellungen.

 

StageReport: Wer sind Ihre Kunden?

Franz Josef Khalifeh: Oft große Unternehmen wie Metro oder HP, wo wir kürzlich auf der Drupa tätig geworden sind. Wir haben außerdem Rahmenverträge mit Messegesellschaften wie der Koelnmesse oder Institutionen wie KölnKongress. Neue Kunden bekommen wir oft über Ausschreibungen, an denen wir europaweit teilnehmen.

 

StageReport: Spielt das Musik-Business für Sie auch eine Rolle?

Franz Josef Khalifeh: Durchaus. Wir sind beim Karneval immer schwer aktiv und betreuen rund 60 Prozent des Sitzungskarnevals. Außerdem statten wir auch andere Musikveranstaltungen gern aus. Open-Air-Shows mit bis zu 10.000 Gästen sind für uns kein Problem.

 

StageReport: Gibt es auch Wettbewerber?

Franz Josef Khalifeh: müllermusic steht im direkten Wettberwerb mit den Großen der Branche wie zum Beispiel Neumann&Müller oder PRG, auch wenn wir nicht diese Unternehmensgröße wie die Konkurrenten haben.

 

StageReport: Welche Ziele und Visionen haben Sie für die nächsten Jahre?

Franz Josef Khalifeh: Ich möchte in zehn Jahren ein gesundes Unternehmen an ein Team von kompetenten Mitarbeitern übergeben, die dann vielleicht Mitte 30 sind. Das würde mir gut gefallen. Ob das dann eine GmbH oder eine AG ist, wird sich noch zeigen.

 

StageReport: . . . und danach? Wie geht es dann weiter?

Franz Josef Khalifeh: Mal sehen. Ich habe noch einiges vor und kann mich gut beschäftigen.

 

StageReport: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen.

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