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Nutzen oder besitzen?

26.11.2015

Glenn Roggeman, CEO der AED Group, hat uns im Gespräch seine Gedanken zur weiteren Entwicklung im Markt für Veranstaltungstechnik erläutert. Demnach wird es auch in dieser Branche zur weiteren Trennung von Besitz und Nutzung kommen. Sein Beispiel dafür ist so einfach wie richtig: Kein Bauer kauft sich einen Mähdrescher, den er nur wenige Tage im Jahr benötigt. Das wäre ein schlechtes Geschäft. Er investiert in die Bodenbewirtschaftung und nutzt dafür erstklassige Geräte, denn er muss ja immer größere Flächen mit immer weniger Personal bewirtschaften. Kleingeräte, die er täglich benötigt, wird er daher vielleicht kaufen oder leasen, die großen Maschinen für die Feldbestellung oder die Ernte aber mieten. Für ein paar Tage, alles andere wäre nicht rentabel.

Es gibt Parallelen zum Veranstaltungsmarkt. Im Sommer benötigen die Ausstatter von Open-Air-Veranstaltungen beispielsweise anderes Equipment als im Winter. Roggeman ist der Ansicht, dass sich die Technikdienstleister künftig besser um die Qualität ihrer Produktionen und die Vermarktung ihrer Leistungen kümmern sollten. Das dafür benötigte Equipment mieten sie sich dazu – aber nur dann, wenn sie es benötigen. Man muss also Equipment nicht besitzen, um damit Geld zu verdienen. Besser wäre es wohl, Geld zu verdienen und sich das Material dafür flexibel zu mieten.

Diese Entwicklung ist ja nun nicht neu, das Dry-Hire-Business hat sich in den letzten Jahren nennenswert weiterentwickelt. Dennoch meint Glenn Roggeman, dass sich dieses Geschäftsmodell erst am Anfang befindet und ist der Ansicht, dass sich künftig auch der Installationsmarkt für Mietequipment öffnen könnte.

Möglicherweise hat er damit Recht. Warum sollte das nicht auch für Theater, Kinos oder Veranstaltungsstätten gelten? Warum muss das eingesetzte Equipment zum Eigentum werden? Könnte es nicht besser sein, dass zu mieten, was für eine Produktion benötigt wird und für die nächste Produktion dann auf anderes Equipment zuzugreifen, dass dafür besser passt? Immer vorausgesetzt natürlich, dass es sich dabei um Material handelt, was problemlos wieder ausgebaut und woanders eingebaut werden kann.

Irgendwie klingt das schlüssig, oder?

Herzlichst

Ihr Peter Blach

 

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