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Mobiles Markenhaus von Volvo

23.7.2015

 

Im Rahmen des Volvo Surf Cup hat Volvo Car Germany direkt an der Strandpromenade in Westerland ein mobiles Markenhaus vorgestellt, mit dem sich die schwedische Automarke in den nächsten vier Jahren auf den Weg direkt zu den Kunden machen will. Das Volvo Forum gibt es in verschiedenen Aufbaugrößen, zur Premiere auf Sylt kam die größtmögliche zum Einsatz: dreistöckig mit insgesamt 120 Quadratmetern Ausstellungsfläche, das Design angepasst an das künftige Ambiente in den Autohäusern, ausgestattet mit visueller Technik, um die Feinheiten und Details der Fahrzeuge darzustellen. In diesem Jahr soll das Volvo Forum weitere 14 Auftritte bekommen – auf Kulturveranstaltungen, Freizeitmessen oder auch Kongressen. Volvo plant für das Forum mit einer Laufzeit von vier Jahren.

Im mobilen Markenhaus erwartet Volvo künftig seine Kunden und verzichtet im Gegenzug auf einen Auftritt auf der IAA in Deutschland. Was im ersten Moment mutig erscheint, ist schon im zweiten logisch. Die Autohersteller finden auf den klassischen Wegen mit ganzseitigen Anzeigen und TV-Spots, schwergewichtiger Hochglanzliteratur, Auftritten auf den verschiedenen Automobilmessen und dem Sponsoring immer weiterer Sport-, Society- und Kulturevents immer seltener den Weg zum Kunden. Oder wie es Alain Visser zusammenfasst, Senior Vice President Marketing, Sales and Customer Service Volvo Car Group: „Automobilmarketing ist extrem altmodisch. Jeder macht das Gleiche und gibt dafür enorm viel Geld aus. Eine Differenzierung ist für den Consumer nicht mehr möglich.“

Die Lösung für Volvo soll das Forum sein. Volvo will da sein, wo die Kunden sind. Und macht das nicht allein, sondern gemeinsam und in Abstimmung mit dem Handel. Automobilmarketing bei Volvo wird also – nicht nur, aber vorrangig – lokal und erlebnisorientiert. Aber reicht das aus, um die nötige Reichweite zu bekommen und die Marke zu präsentieren? Volker Brien, Marketingleiter bei Volvo Car Germany, ist davon überzeugt und glaubt, das er noch in diesem Jahr 3,6 Millionen Kontakt erreichen kann. Im Vergleich: Die IAA verzeichnete 2013 rund 900.000 Besucher – für alle Aussteller. Volvo will eine mehrfache Kontaktzahl mit einem Soloauftritt erzielen. Und die Marke ist im Haus.

Auch bei den Möglichkeiten zur richtigen Zielgruppenansprache sieht er nur Vorteile und spricht beispielsweise von Platzierungen des Volvo Forums im Rahmen von Architekturkongressen – einer Käufergruppe, die ohnehin eine starke Affinität zur Marke Volvo aufweist.

Jetzt bleibt abzuwarten, ob und wie der Markt das Angebot tatsächlich annimmt. Geht es auf, dürften die Marketingleiter anderer Autohersteller ins Grübeln kommen. Und Messeveranstalter sowieso.

Herzlichst

Ihr Peter Blach

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